
Kronen Zeitung
MOTIVATIONSANSPRACHE
Rapid-Fans: Nicht beim Derby, aber beim Training
Beim heutigen Derby werden sie nicht anwesend sein – dafür stattete der harte Kern der Rapid-Fans den Spielern beim Abschlusstraining einen energiegeladenen Besuch ab. Motivationsansprache inklusive.
„Wir wollen Emotionen von euch sehen“, posaunt der Fan-Capo den in Reih und Glied stehenden Profis in seiner englischen Ansprache zu. Die dahinter postierten Hunderten Supporter jubeln lautstark, die Spieler applaudieren. Eine überdimensionale Rapid-Fahne weht im Hintergrund, Bengalos werden gezündet. Alles zu einem Zweck: den grün-weißen Kickern Motivation für das heutige Wiener Derby gegen die Austria in Wien-Favoriten einzuflößen. Dort wird der Gästesektor, also jener für die Rapidler, wieder einmal leer bleiben. Also gibt‘s die Treue- und Liebesbekundungen der Fans schon vorab. Für den Klub werfen sie dankbare Social-Media-Motive ab. „Soaking up the energy“, schreibt Rapid zum entsprechenden Video:
Böse Zungen behaupten, dass bei mach anderem Klub bei Heimspielen kaum mehr Zuseher zugegen sind wie bei Rapid beim Derby-Abschlusstraining.
Fan spricht, Spieler lauschen
Fußballprofis, die vor hochrangigen Fan-Vertretern Aufstellung nehmen und sich von diesen motivieren/berieseln/anbrüllen lassen – im heutigen Fußball durchaus Usus. Unlängst etwa auch gesehen beim 1. FC Köln vor dem „Rhein-Derby“ gegen Borussia Mönchengladbach. Das Muster: ganz ähnlich wie gestern bei Rapid:
Köln gegen Gladbach endete dann vor drei Wochen übrigens mit einem 3:3-Remis. Sechs Tore im heutigen Wiener Derby wären für den neutralen Fußballfans sicher auch einigermaßen bekömmlich.
Letzte Titelchance?
Wirklich weiterhelfen würde ein Remis heute aber wohl kaum einem Klub, will er noch die Chance auf den Meistertitel wahren. „Eine sehr spannende Ausgangsposition“, konstatierte Austria-Coach Stephan Helm vor dem Heimspiel gegen den Stadtrivalen. Seine Elf liegt fünf Punkte hinter Leader Sturm und einen hinter Rapid auf Platz fünf. Als Entscheidungsspiel empfindet der 43-Jährige das Prestigeduell aber doch nicht. Aufgrund der Ausgeglichenheit der Meisterschaft „hat jedes Spiel in Relation mehr Bedeutung, deswegen sehe ich es nicht so endgültig“, gab Helm an. In jedem Fall könne man „zusätzliche Energie erzeugen“ und sich einen Schub für die letzten sechs Runden holen. In der laufenden Saison gab es zwei Siege über die Hütteldorfer (3:1, 2:0) zu feiern.
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Letzteren Mitte Februar in der Anfangszeit von Johannes Hoff Thorup als Rapid-Trainer. Seither merke man, „dass sie etwas stabiler geworden sind und Fortschritte gemacht haben. Rapid ist keine Wundertüte, sondern ein sehr gut organisierter Gegner“, konstatierte Helm, der mit einer frischen Vertragsverlängerung bis 2028 in die Partie geht. In der Meistergruppe gelang bisher nur ein „Dreier“ gegen Hartberg, die Auftritte gegen Sturm (2:5) und beim LASK (1:4) gerieten zu Desastern. Jedes Mal agierte man dabei in Unterzahl, das will Violett diesmal – ohne den gesperrten Verteidiger Tin Plavotic – tunlichst vermeiden. Gelingt der „Derby-Hattrick“, wäre es ein gutes Omen: Drei Derbys in Folge konnte man zuletzt in der Meistersaison 2012/13 gewinnen.
„Bringt uns nicht aus dem Konzept“
Rapid wird alles daran setzen, diesen Hattrick zu vermeiden. „Ich bin zuversichtlich, dass wir ein anderes Spiel zeigen wie in den ersten zwei Spielen, weil ich gesehen habe, wie viel Feuer im Training diese Woche war. Eine Derbyniederlage tut mehr weh, wir haben was gutzumachen“, erklärte Jannes Horn, der nach seiner Sperre wieder dabei ist. Nach davor drei Siegen gegen Salzburg (zweimal) und den LASK hatte es vergangenes Wochenende gegen Sturm ohne ihn einen Rückschlag gegeben. „Das bringt uns nicht aus dem Konzept. Wir haben nicht die Leichtigkeit verloren“, betonte der Deutsche.
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